Zwei der brennendsten Probleme bei der aktuellen Entwicklung komplexer, plattformüber-greifender Systeme sind:
SUN Microsystems, SeeBeyond, die Universitäten von Dortmund und Potsdam und das Fraunhofer Institut für Software und Systemtechnik (ISST) gründeten deshalb ein gemeinsames Kompetenzzentrum (SUN Centre of Innovation on SCCE ) zu gründen, im Rahmen dessen die komplementären Kompetenzen in den Bereichen der
zusammengeführt und in gemeinsame Kundenprojekte eingebracht werden sollen.
Dieser Schulterschluss erweitert die Sichtbarkeit und das Wirkungsspektrum der beteiligten Partner und fördert die Innovation. Das betrifft einerseits die universitären Partner, die diese Projekte durch gezielte Perspektivforschung (siehe Wahlberberger Report) unterstützen sollen. Im Vordergrund steht hierbei die Behandlung der eingangs genannten brennenden Probleme, die Forschungsschwerpunkte an den beiden universitären Standorten sind.
Neben der Methodenkompetenz gibt es hier auch bereits einschlägige Erfahrungen aus Industrieprojekten, die die Wirksamkeit der erarbeiteten Methoden belegen. Diese Erfolge werden durch die Partnerschaft verstetigt und verbreitert. Das COI wird gezielt den Technologietransfer fördern, und zwar sowohl bezogen auf die akademische Forschung als auch auf die Kompetenz im Hause SUN. Dies ist insbesondere für KMUs an den beiden COI-Standorten interessant, die unmittelbar von den Innovationen profitieren können. .
Darüber hinaus kann die Methodenkompetenz der akademischen Partner die Einführung des service-orientierten Vorgehens erheblich vereinfachen: dem Kunden können früher `fühlbare´ Vorteile präsentiert werden. Es ist geplant, diese Vorteile in speziellen Leuchtturm-Projekten besonders zu fördern.
Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines Standards zum „Service Centered Continuous Engineering“, der die `total costs of ownership´ komplexer, prozessorientierter, plattform-übergreifender Applikationen drastisch senken soll. Dieser Standard soll in ein technologie-bruchfreies Rahmenwerk so integriert werden, dass Endanwender ohne jegliche Programmierkenntnisse dazu in die Lage versetzt werden, 90% ihrer Änderungswünsche selbst umsetzen zu können.