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PG 513: DoPAC - Dortmund Online Public Access Catalog

Thema

Erweiterung des DoPAC, eines Informatik Bibliographie Web Services basierend auf den Daten der DBLP

 

Motivation

Literaturrecherche ist ein wesentlicher Teil der wissenschaftlichen Forschungsarbeit. Bei akademischer Berufungsverfahren oder in Begutachtungsprozessen sind jedoch neben der reinen Suche nach Veröffentlichungen auch weitergehende Aspekte von großem Interesse wie z.B.: die Analyse von Querverweisen, Autorenbeziehungen, Relevanz von Artikel (Impact-Faktor usw.). Für Informatiker weltweit ist derzeit für solche Aufgabenstellungen die DBLP in Trier (http://www.informatik.uni-trier.de/~ley/db/) mit etwa einer 3/4 Millionen Einträgen die vielleicht meistbenutzte Quelle.

Ausgehend von der Aufgabenstellung eines integrierten Bibliographie-Analyse-Webdienstes und unter dem Aspekt der erhöhter Benutzerorientierung erstellte die PG L2EE (PG 494) auf Grundlage der Daten der DBLP mit DoPAC eine JEE1 Web Applikation, die dem Benutzer in der ersten Phase des Projektes eine stark weiterentwickelte Suchfunktion gegenüber der original DBLP anbietet. Ziel von DoPAC ist die Kombination der hohen Datenqualität der DBLP mit neuen wichtigen Features wie die genannten Relevanz-Analysen.

Die PG DoPAC wird an der Umsetzung der Aufgabe eines integrierten Bibliographie-Analyse-Webdienstes weiterarbeiten und weitere Funktionen in DoPAC integrieren. Neue geplante Features für die Phase 2 des Projektes sind:

  • Speicherung der Artikel in einem Dokumenten-Management-System (DMS)
  • Download von Artikel aus dem DMS auf unterschiedlichen Wegen (z.B. Direktdownload oder geschützter Ticket Download)
  • Visualisierung des Co-Autor Graphen
  • Statistik- und Monitoring-Komponente
  • Neue Importfunktionen zum Hinzufügen weiterer Datenbestände zum Original DBLP Datenbestand wie z.B. die Springer Informatik Fachbücher.

Diese Aufgabe ist ein ideales Einsatzgebiet für die am Lehrstuhl V entwickelte Methode der Lightweight Process Coordination, die das derzeit propagierte Service-oriented Computing in Modellgetriebener Weise unterstützt.

 

Technischer Hintergrund

Lightweight Process Coordination

Wesentliche Unterschiede der am LS5 entwickelten Lightweight Process Coordination (LPC) Entwicklungsmethode zu anderen bekannten Enwicklungsprozessen wie dem Unified Modelling Process (UML) sind: einfach, schnell zu erlernen und trotzdem mächtig konsistente Verwendung ein und desselben Modells vom Entwurf bis hin zur Realisation eingebettete Analyse und Verifikationsmethoden LPC erweitert die klassische Three Tier Architektur um einen Coordination Layer. Zur Arbeit an dieser Schicht existiert ein spezialisiertes Werkzeug: das JavaABC Framework.

Das JavaABC Framework

Das jABC-Framework ist ein plattformunabhängiges, grafisches Werkzeug zur ganzheitlichen Unterstützung eines Systemlebenszyklus, von der Anforderungsanalyse, bis hin zu Implementierung, Test, Laufzeit-Monitoring und Evolution nach der LPC Entwicklungsmethode. Insbesondere können hier bausteinbasiert wie bei den bekannten Lego Steinen, aus einer Palette von elementaren Grundbausteinen (Komponenten) immer wieder neue und unterschiedliche Systeme erstellt werden. Dabei ist die Komposition eines Systems mit Hilfe von Komponenten im jABC genau so einfach wie bei den Lego Bausteinen: Die einzelnen Komponenten bilden die Knoten in einem Graphen und werden interaktiv mit Kanten verbunden.

DoPAC

DoPAC wurde mit Hilfe des jABC und der LCP Methode als JEE Web Applikation entwickelt. Neben der Persistensschicht besteht das System aus dem Suchinterface und einer Management Anwendung. Der Adminclient kommuniziert über eine Webservice Architektur mit der Persitenzschicht. Auch die Suchfunktion ist als Webservice verfügbar. Da alle Teile des Systems mit dem jABC entwickelt wurden, können die Bestandteile leicht erweitert werden.

DoPAC

 

 

Ziele

Die Teilnehmer sollen sich in DoPAC, den LPC Entwicklungsprozess und die jABC Plattform einarbeiten. Danach sollen die folgenden Aufgaben umgesetzt werden:

  • Integration eines Dokumenten Management Systems (DMS). Veröffentlichungen, die als PDF vorliegen, sollen in einem DMS abgelegt und in den Ergebnismasken zum Download angeboten werden. Dem serviceorientierten Gedanken folgend, werden wir ein existierendes DMS System verwenden und in DoPAC eine geeignete Ansteuerung dieses Systems implementieren.
  • Visualisierung des Co-Autor Graphen. Zu einem Autor soll grafisch das Netzwerk der Beziehungen zu anderen Autoren dargestellt werden.
  • Entwicklung einer Monitoring/Statistik Anwendung. Mit dieser Web-Anwendung kann der Betrieb des Systems überwacht werden. Das Statistik-Modul wertet die Anfragen und Ergebnisse der Suchmaschine aus. Die Daten, die mit diesen Statistiken erhoben werden dienen z.B. zur Optimierung der Kategorien des Datenbestandes oder zur Verbesserung der Suchmaschine.
  • Erweiterung der Suchfunktion um neue Funktionen. Bei der Suche nach Autoren hilft häufig eine phonetische oder unscharfe Suche, falls die korrekte Schreibweise eines Eigennamens nicht bekannt ist. Auch bei dieser Aufgabe soll durch den Einsatz geeigneter Bibliotheken der serviceorientierte Ansatz verfolgt werden.
  • Erweiterung der Import-Funktion um neue Formate. Um zusätzliche Daten in das System integrieren zu können, sollen neue Importfunktionen geschaffen werden. Der Import soll als ein Baukastensystem realisiert werden, so dass verschiedene Formate mit geringem Aufwand realisiert werden können.

 

Teilnahmevoraussetzungen

Erforderlich

  • Fundierte Kenntnisse in der objektorientierten Programmiersprache Java
  • Grundkenntnisse SOA und JEE
  • Grundlegende Kenntnisse in dem Gebiet Software-Design/Implementierung durch erfolgreiche Teilnahme an mindestens einer entsprechenden Vorlesung wie Softwarekonstruktion, Formale Methoden des Systementwurfs, Übersetzerbau

Wünschenswert

  • Kenntnisse in SQL, JDBC und/oder Hibernate

 

Zeitraum

Sommersemester 2007 und Wintersemester 2007/2008

 

Umfang

Jeweils 8 Semesterwochenstunden

 

Veranstalter

  • Prof. Dr. Bernhard Steffen
  • Dipl. Inform. Ralf Nagel
  • Dipl. Inform. Sven Jörges

 

Literatur zur Projektgruppe

[1] DBLP: http://www.informatik.uni-trier.de/~ley/db/

[2] PG L2EE: http://leo.cs.uni-dortmund.de:8020/projectgroups/l2ee/l2ee_general.html

[3] Stefan Klink, Michael Ley, Emma Rabbidge, Patrick Reuther, Bernd Walter, Alexander Weber: Browsing and Visualizing Digital Bibliographic Data. VisSym 2004: 237-242

[3] B. Steffen, T. Margaria: Model-Driven Development with the jABC: Proc. HVC'06, IBM Haifa Verification Conference, Haifa, Israel, October 23-26, 2006, to appear, LNCS - Springer Verlag

[4] B. Steffen, T. Margaria: The jABC Approach to Mediation and Choreography, Semantic Web Services Challenge 2006 Challenge on Automating Web Services Mediation Choreography and Discovery - organized by DERI, Stanford (USA).

[5] B. Steffen, T. Margaria: Coarse-grain Component Based Software Development: The METAFrame Approach, 3. Fachkongress ``Smalltalk und Java in Industrie und Ausbildung'' (STJA'97), 1997, Erfurt.

[6] E. Gamma: Design patterns, Addision-Wesley Verlag, 2000

[7] G.Piccinelli, W.Emmerich, S.L.Williams, M.Sterans: A Model driven Architecture for Electronic Service Management System, Int. conf on Service Oriented Computing, (CSOC´2003), LNCS 2910, 2003.

[8] Java 2 Platform, Enterprise Edition (J2EE), http://java.sun.com/javaee/

[9] Rational Unified Process. http://www-306.ibm.com/software/awdtools/rup/

[10] M. Bakera and C. Renner. GEAR - A Model Checking Plugin for the jABC framework. http://www.jabc.de/modelchecking

[11] E. M. Clarke, O. Grumberg, and D. Peled. Model Checking. MIT Press, 2001.

[12] J. Gouveia, G. Koutsoukos, L. Andrade, J. L. Fiadeiro. Tool support for coordination-based software evolution. Proc. TOOLS'01: Technology of Object-Oriented Languages and Systems, p.184,Washington DC, USA, 2001. IEEE CS Press.



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